Road to Langenthal

Der Samstag war da und Phillip nun endlich auch. Das Team war fast schon komplett!! Leider hat Reto seine Drohung war gemacht und hat sich übers Wochenende nach Deutschland abgesetzt und trieb sein Unwesen in der Larp Szene.

Also fuhren Phillip und ich alleine nach Langenthal. Der weg war doch überraschend kurz, nach nur etwa 45 Min haben wir Langenthal erreicht. Da wir dadurch recht früh dort waren gab‘s auch mehr zeit für das Frühstück. Nach kurzer suche nach einem Kaffee oder Restaurant haben wir uns für ein Stopp in der Migros entschieden. Der Café war ok und der Rest auch ganz passabel.
Selbst das Wetter schien sich zu bessern. Nur noch einige Tropfen fielen vom Himmel.
Das Renngelände war auch schnell gefunden. Leider war die Beschilderung nicht gerade Top und wie wir bemerkt haben hat Langenthal einige Kreisel.

Das Renngelände war ein wenig versteckt hinter einem Wohnquartier. Es waren wie zu erwarten schon einige vor uns dort. Es hiess also schnell einen Platz sichern und schauen das das Zelt schnell steht.
Was sonst eine anschauliche Wiese war erschien uns nach ein wenig zu viel nass von oben eher als ausgedehntes Feuchtgebiet. Tja den Toyota kurzerhand im Morast abgestellt und als erstes mit den schönen Nike Shoe's in die Morastpfüze getreten.
Schnell war ein Platz mit Asphalt als Untergrund gefunden. Noch schnell den Schlottenden Kliffhanger aus Olten, der den Platz ebenfalls ins Auge gefasst hat zwei Zelte nach hinten verwiesen, und schon ging es ans aufbauen des S.A.R.C Tempels. Zuerst jedoch noch Richtiges Schuhwerk Montiert. Meine Nikes wahren für den Untergrund nicht gerade Top. Auch Phillips Fasnachtserprobtes Schuhwerk war recht schnell nass.
Nach etwa 30 Min. stand das Zelt. Zum Glück konnten wir noch die vorderen zwei Stangen mit den Mickrigen Heringen in den Moosigen Boden Stecken. Zum Glück aber dazu später mehr. Auch die Schnüre zum herunterspannen des Zelte waren meiner Meinung nach nicht viel stabiler als zusammengedrillte Zahnseide. Von den Ultradünnen / beimerstenHammerschlagschonverbogenen Heringen gar nicht zu sprechen.
Naja es stand. Der Rest war relativ schnell aufgebaut und Strom war auch schon dort. Noch schnell eine Kabelrolle gezogen und das Lager war eingerichtet. Also los zum Fahren denn das erste Training fing gerade an. Zuerst war Phillip an der Reihe. Ich hoffte die ganze zeit das Phillips Elektronik nicht ein raub der Wassers wurde. Aber es ging alles gut und er konnte das erste mal Rennfealing schnuppern. Naja ich glaube es waren zwei Fahrzeuge auf der Strecke. Tja die anderen Fahrer waren alle noch in den Zelte und warteten auf bessere Pistenverhältnisse. Wenigstens kam kein nass mehr von oben. Kurz danach habe auch ich mich auf die Piste gewagt. Es lief gut. Die Piste war sehr gross und dementsprechend leicht zu Fahren. Kein vergleich zu den Engen Hallenpisten mit den Haftmitelgetränkten Böden. Die Luft im Fahrerstand war Frisch und roch nicht nach altem FritierÖl mit Fischgeschmack. Somit schon mal Top. Auch die ersten Runden haben sich gut angefühlt. Leider ist das TT-02 am Unterboden dicht und hat keine Öffnungen wie das TT-01. Dadurch hatte ich eine beträchtliche Wasseransammlung im Fahrzeug. Aber die Elektronik hat auch bei mir gehalten. Ich fand es belustigend was die anderen Fahrer alles so angestellt hatten um die Elektronik zu schützen über Tamiya Ballons / Kinder Ballons /Kiloweise Panzertape/ Unterkarossen ( Noch nie gesehen ) usw. waren einige dinge zu sehen. Ich fand wir waren die einzigen die die Elektronik überhaupt nicht besonders eingepackt haben. Auch haben uns einige komisch angeschaut deswegen. Naja haben halt noch nie was von Vergussharz gehört.
Die Trainings gingen ohne grosse Probleme zu ende. Nur ich hatte schon in den Trainings einige Diskussionen und Anstachelungen mit Grunauer. Wie immer war der Typ gut gelaunt und immer für einen Dummen Spruch zu haben. Nach und nach Trocknete die Piste ab. Wir konnten hoffen dass die ersten Vorläufe auf fast Trockener Piste erfolgen könnten.
Ganz überraschend stand Plötzlich David am Pistenrad und suchte einen unterstand. Er selbst hatte nur das nötigste dabei. Da ich ihm schon in Islikon ein Platz angeboten habe schickte ich ihn unter unser Zelt. Dies nahm er auch dankend an. Auch er konnte dann noch ein Training fahren.

Ich und Phillip haben vor dem ersten Vorlauf noch die Küche auf dem Platz getestet. Naja also der Hammer was mein Steak nicht gerade. Auch der Büchsen Salat war nur mittelmässig. Phillip hat sich glaub ich eine Bratwurst geholt. Ich kann’s nicht genau sagen. Als er wider zurück kam was diese schon nicht mehr auf dem Teller.
Noch kurz die Radlager gewechselt und die Motoren abgeholt ging es auch schon in den ersten Vorlauf. Schnell wurde klar das auf dieser Piste nur eine zählte SPEED. Gasknüppel runter dücken und ab geht’s. Es waren sehr spannende Vorläufe am Samstag. Die Strecke erlaubte keine Fahrfehler oder Unkonzentriertheit. Kaum schaute man zu weit voraus war die Karre schon in dem Grünstreifen gelandet. Ich musste mir angewöhnen mich nur auf mein Fahrzeug zu konzentrieren. Phillip seine Gruppe war sehr komisch die Meisten Fahrer waren wohl auch noch nicht viele male auf der Piste oder hatten sonst Technische Probleme oder kamen erst gar nicht zum Vorlauf. Meistens hatte die Gruppe nur 4-5 Fahrer. Somit konnte Phillip seine Runden gemütlich abspulen. Naja er nahm es wohl etwas zu gemütlich. Er hatte nicht wirklich viele Changsen um sich im Klassement zu verbessern. Aber er hat sich gut behauptet für seine ersten Rennen und hatte das Fahrzeug gut im Griff.
Mit guten Runden und wenig Kratzern an der Karosse gingen wir am Samstag Richtung Luzern.
Uns war ja schon ein wenig mulmig da das Zelt nicht gerade den Stabilsten Eindruck machte und Event eine zu heftige Böe das ganze ding umwinden konnte. Tja was will man machen. Wir hofften das Beste das auch am Sonntag noch was davon übrig ist.

Der Sonntag fing Top an! Schon am Morgen drückte die Sonne durch. Man konnte sehen dass es ein Besserer Tag wird. Phillip war um 7 Uhr schon bei mir auf dem Parkplatz schnell ging es Richtung Neuenkirch und somit zum ersten halt in die Raststätte Neuenkirch. Das Frühstück war auch heute gut. Nur der Bio Café war so lala. Wir holten uns noch was im Coop da ich von der Grillkunst an der Strecke nicht vollends überzeugt war. Denn auch das Schnitzelbrot was noch im Angebot war (2cm Brotscheibe / Schnitzel / 2cm Brotscheibe sonst nix) war nicht der Hammer.

An der Strecke angekommen zuerst der Kontrollblick ob das Zelt noch steht. Siehe da es hat die Nacht ohne markante Schäden überstanden. Schnell wieder alles aufgebaut denn es ging sehr schnell mit der Fahrerbesprechung los.
Kleine Anmerkung hierzu: Bei der Besprechung hatte der Zeitmessungstyp was zu Motzen das nicht alle zur abgemachten Zeit auf dem Platz gestanden sind uns sogar noch Fahrzeuge auf der Strecke gefahren sind. Es sei im sogar ein Fahrzeug in die Scheiche gefahren, worauf er sein Kaffee verschüttete. Gottseidank schüttete er den Kaffee nicht über die Andere Hand sonst wären Event. Die Zwei Gipfel die er in derselben gehalten hat auch noch Runtergefallen. Nach einigem Gelächter darüber aus dem Fahrerlager wurde die Versammlung aufgelöst und das Rennen ging mit dem 3ten Vorlauf wider los.
5 Min vor dem ersten Vorlauf kam auch noch David auf den Platz geeilt ich dachte schon der Typ hat total verpennt und verpasst die ersten Rennen. Aber nein er schaffte es doch noch sich auf den Vorlauf fertig zu machen.
Wie schon am Samstag ging es um alles oder nichts. Es musste eine Top lauf her keine Fahrfehler / Keine Dreher / Keine Rempler denn sonst war’s das. Das mir Grunauer unentwegt auf der Pelle sass machte dies nicht leichter. Phillip machte wie schon am Samstag weiter. Langsam aber schön anzuschauen.
In den anderen Klassen ging es da schon ein wenig heftiger zur Sache. Da die Strecke relativ schnell gefahren werden konnte sind vor allem in der Tourenwagen und Euro GT klasse viele Rempler und Abflüge zu verzeichnen dies hatte auch einige ausfälle zur folgen. Im vergleich war die Top Stock Kategorie geradezu Friedlich anzuschauen.
Nicht so ruhig war der Wind in Langenthal. Nach und nach wurden die Wolken weniger und der Wind mehr. Zum Glück hatten wir noch einige Heringe in den Boden gesteckt ich denke sonst wäre das Zelt schon lange weggeflogen. Andere Teams hatten da einiges mehr an Mühe ihre Hütten an Ort und stelle zu halte. Wir merkten das ein guter unterstand sehr wichtig wird und wir Event. Ein Ersatz brauchen.
Aber jetzt geht um die Wurst äh um den Pokal natürlich. Ich konnte mich durch einen nahezu Perfekten 4ten Vorlauf in den B Final kämpfen. Phillip fand sich im C Final. David war abgeschlagen im D Final.
Im Finallauf war es eine Tolle Truppe. Die Rangkämpfe warten super Spannen und man merkte das hier wirklich Fahrerisches können gefragt ist. Ich konnte mich sogar noch einige Ränge nach vorne Kämpfen und landete in der Schlussplatzierung auf platz 16 Phillip konnte leider keinen Platz mehr gutmachen und landete auf dem 30ten Rang. David gewann den D Finallauf mit 3 Fahrern und wurde 31er. Bravo :D Wir verfolgten noch einige Spannende Rennen der andern Klassen und Packten dann langsam zusammen. Wider war ein Rennwochenende vorbei. Ich habe mich riesig darüber gefreut dass ich endlich ins B Final gekommen bin. Auch Phillip ist hat das Rennfieber gepackt.
Unser Team ist Ready für Dintikon und wird endlich in volle Besetzung den Tamiya Cup aufmischen.