24 Stunden Langstreckenrennen Sitterdorf


24 hour of Sitterdorf

 

Das Rennen ist vorbei, und wir blicken auf 24 intensive Stunden mit allen Höhen und tiefen zurück. Fangen wir von vorne an.
Wie abgemacht fand sich das Team um 12.00 Uhr komplett am Rennplatz ein, und hatte sich im Vorfeld auch schon eingerichtet und vorbereitet. Das Trottinett und die Transponder wurden getestet, und für gut befunden. Pünktlich um 13.00 Uhr ging es auch los.
Unsere Trottinett Fahrer gaben ihr bestes, und wurden 5te, und wir waren mit dem zusammenschrauben beschäftigt.
Ausser mit der Lenkung vom Servo zum Gestänge gab es keine nennenswerte Probleme, auch der Hubschrauber, der startete hinter uns, vermochte uns nicht mehr zu „verblasen“. Allerdings wurde es Zeitlich sehr Eng, und wir schafften es 15 Sekunden vor dem Start, das Auto Fix fertig auf die Strecke zu stellen. Was für eine Leistung! Und das Auto lief nicht schlecht. Es waren genau 3 Autos fertig zu diesem Zeitpunkt.
Es war am Anfang alles etwas hektisch, aber so nach zwei Stunden stellten wir fest, dass wir in den vorderen 5. Rängen mitfahren konnten. Und irgendwann mal haben wir uns auf den 2. Platz vorgekämpft. Doch wir konnten den Platz nicht halten. Zu erfahrenere Teams machten uns den Rang streitig. So etablierten wir uns gegen Mitternacht um den 3. Platz herum. Der Vorsprung auf Rang 4 wuchs von Stunde zu Stunde zufriedenstellend an. Ich denke, das war der erste Punkt, wo wir so ein Richtiges Hoch hatten. Als Team Tag ihre verdiente Pause einzog, und Team Nacht übernahm, drehte sich das Momentum auf den absoluten Tiefpunkt. Um 1:30 Uhr morgens fing es für 5 Minuten an zu Regnen. Und wir alle dachten, das Auto ist Wasserdicht. Das war es aber leider nicht, und nach mehrmaligen Ausfällen und Technik, die immer wieder versagten, wollte das Team um Morgen um 4.00 Uhr die Segel streichen. Also wurde ich mit dieser Hiobsbotschaft geweckt. Ich plädierte darauf, im Fahrerlager zu fragen, ob uns jemand eine Fernsteuerung mit Intaktem Empfänger ausleihen könnte. Aber der Stolz des Team Nacht gab dies nicht zu, und sie wollten das nicht in Betracht ziehen, und während wir uns am Rennplatz darüber stritten fielen wir auf Platz 7. zurück!
Doch Ronny errettete uns mit der Meldung, dass er den Empfänger wieder zum funktionieren Motivieren konnte. Und man fuhr nochmals los. Team Nacht machte gefrustet weiter, Team Tag versuchte nochmals zu ruhe zu kommen. Um 6.00 Uhr morgen früh, wechselten wir nochmals. Team Nacht ging schlafen, Team Tag übernahm auf dem 5. Platz liegend.
Die Motivation lag annähernd bei 0%. Ich wollte auf keinen Fall aufgeben. Team Nacht Total gefrustet. Ja, es hiess beissen.
Und als am morgen früh bemerkt wurde, dass die Akkus, oder das Auto nicht mehr 30 Minuten lang Vollgas liefen, hatte Adi die Idee, alle 20 Minuten zu stoppen, oder wenn der Fahrer sagte, die Kiste macht schlapp. So haben wir die Stopps so getrimmt, und das Auto rein geholt, bevor es in grössere Verkehrsprobleme hineinfuhr. Die Taktik ging sehr schnell auf, und wir machten Runde um Runde gut. Waren es am Anfang noch 18 Runden Rückstand, sind wir gegen 10.00 Uhr morgens In der selben Runde angelangt wie das 4. Platzierte Team. Als dieses noch einen verunglückten Boxenstopp einzog, Und Adi Das Auto in Rekordzeit mit Philipp abfertigte, waren wir ab 10.15 Uhr morgens endlich auf dem 4. Platz angelangt.
Was für eine Leistung! Daran haben wahrscheinlich viele nicht mehr geglaubt.
Der Rückstand auf Platz 3. war mit über 130 Runden Rückstand auch rechnerisch kaum mehr einzuholen.
Dementsprechend hellte sich die Stimmung im Team auf, als auch Ronny, Marcel, und Roger wieder zurück auf der Strecke waren. Nun, da genug Piloten anwesend waren, die gute Runden drehen konnten, und Adi zum Boxenchef erhoben wurde, schaukelten wir den 4. Platz zum Leidwesen unserer Konkurrenz nach Hause.
Der Taktikwechsel unter Adi's Boxenarbeit, haben uns zu einem Versöhnlichen Abschluss verholfen.
Für das erste 24h Rennen als Team, können wir trotz der Katastrophe in der Nacht sehr zufrieden sein. Es gab auch Teams, die nicht zu ende fahren konnten, oder wollten. Etwas müde, aber zufrieden, fuhren wir alle nach Hause.